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02.06.2026 | 2026

BLFG zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

BLFG und DGGG haben eine gemeinsame Stellungnahme zur „Verordnung zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen“ abgegeben und an das Bundesministerium für Gesundheit übermittelt.

„Der Verordnungsentwurf in seinem Grundanliegen nachvollziehbar: Die Beschleunigung der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen erscheint angesichts des gravierenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen notwendig. Dennoch wirft der Entwurf in mehreren zentralen Punkten fachliche, organisatorische und patientensicherheitsrelevante Fragen auf”, erklärt der BLFG-Wistende Prof. Markus Fleisch (Wuppertal).  

Insgesamt vermittle der Entwurf den Eindruck, dass primär verwaltungsrechtliche und arbeitsmarktpolitische Ziele verfolgt werden, während die konkreten Auswirkungen auf klinische Realität, Supervisionsaufwand und Patientensicherheit nicht ausreichend berücksichtigt sind, so BLFG und DGGG. Die Fachverbände unterstützen ausdrücklich eine Integration qualifizierter internationaler Kolleginnen und Kollegen. Dies dürfe jedoch nicht zu einer Absenkung ärztlicher Standards oder zu einer zusätzlichen Überlastung der ohnehin angespannten Versorgungssysteme führen. Entscheidend bleibe, dass Beschleunigung nicht mit Vereinfachung medizinischer Qualitätsanforderungen verwechselt wird.

Zur Stellungnahme